Am 7. Oktober 2011 fand in Beisein von Landesrat Stephan Pernkopf der offizielle Spatenstich für das LIFE+ Projekt Nebenarmsystem Schallemmersdorf statt. Mit diesem Projekt verbessert via donau die Flusslebensräume im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie und fördert gefährdete Tier- und Pflanzenarten der Natura 2000 Umweltrichtlinie.
Zahlreiche Vertreter des Landes Niederösterreich, des BMVIT, des NÖ Landesfischereiverbandes, der ÖBf und der Standortgemeinden in der Wachau feierten gemeinsam mit den Projektbetreibern einen Meilenstein des LIFE+ Programms „Mostviertel bis Wachau“: die Wiederanbindung des Nebenarmsystems Schallemmersdorf bei Grimsing. Es ist der größte Baustein innerhalb des LIFE+ Programms in der Wachau.
Bauherr ist via donau in enger Zusammenarbeit mit dem Konsensträger, den österreichischen Bundesforsten. Die Gesamtkoordination für das LIFE+ Programm liegt in der Verantwortung der Abteilung Wasserbau des Landes Niederösterreich.
Der bereits im Jahr 2006/ 2007 angebundene Grimsinger Arm wird auf einer Länge von 2,2 km stromaufwärts verlängert. Die vorhandenen Traversen (Querbauwerke) werden entfernt. An Stelle der Grimsinger Traverse entsteht eine Brücke mit 25 m lichter Weite, um die Erreichbarkeit der Insel zwischen Donau und Nebenarm sicher zu stellen.
Die abwechslungsreiche und dynamische Gestaltung von Sohle und Ufer soll vielfältige Lebensbedingungen für die Tiere und Pflanzen des Gewässers ermöglichen. Es werden rasch durchströmte Flussbereiche und stehende Gewässertypen entstehen. Durch die ganzjährige Durchströmung können insbesondere typische Donaufischarten wie Nase und Barbe das Nebenarmsystem nutzen – als Laichhabitat, Kinderstube für Jungfische und als Wintereinstand.
Daneben wird auch anderen gewässergebundenen Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. dem Eisvogel, dem Flussuferläufer oder verschiedenen Schmetterlingsarten Lebensraum geboten.
Das Bauvorhaben bei Grimsing wird als Teil des EU LIFE+ Projekts „Mostviertel-Wachau“ zu 50% durch Mittel der Europäischen Union gefördert. Nationale Kofinanzierer sind das Lebensministerium, die NÖ Bundeswasserbauverwaltung, via donau, der NÖ Landschaftsfonds, der NÖ Landesfischereiverband, die Stadtgemeinde Amstetten, die Stadtwerke Amstetten, die Naturschutzabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung und der Verein LANIUS.
Redaktion: via donau
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