Im Rahmen seines mehrtägigen Besuchsprogrammes mit dem Schwerpunktthema Donauraumstrategie bereiste EU-Kommissar Johannes Hahn auch die Donau östlich von Wien und machte sich dabei persönlich ein Bild von dem im Frühjahr gestarteten Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg.
Hahn, zuständig für die EU-Regionalpolitik, wurde dabei von einer hochkarätigen ExpertInnendelegation mit TeilnehmerInnen aus dem bmvit, dem Lebensministerium, dem Nationalpark Donau-Auen, dem WWF, dem Land Niederösterreich sowie dem via donau Geschäftsführer, Hans-Peter Hasenbichler, begleitet.
EU-Unterstützung für das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg
Positiv beurteilt Johannes Hahn die Fortschritte im Rahmen des Pilotprojektes Bad Deutsch-Altenburg: „Zielsetzung des Vorhabens ist es, jene flussbaulichen Maßnahmen zu testen, die zur nachhaltigen Sicherung des Nationalparks und der Binnenschifffahrt beitragen. Im Kontext mit der im Rahmen der Donauraumstrategie vorgesehenen Attraktivierung der Donauschifffahrt leistet das Projekt daher einen wesentlichen Beitrag für weitere Erkenntnisse. Darüber hinaus haben der integrative Planungsansatz – Wirtschaft und Ökologie gemeinsam – und das in Österreich entwickelte und erstmals zum Einsatz kommende granulometrische Verfahren zur Sohlstabilisierung europaweit schon jetzt Vorbildwirkung“, so Hahn im Rahmen seiner Besichtigung des Projektgebietes.
Donauraumstrategie
Kernstück der Donauraumstrategie ist ein Aktionsplan, der konkrete Maßnahmen in den Bereichen Verkehr, Energie und Umwelt vorsieht. „Gemeinsam mit dem bmvit hat via donau in Kooperation mit dem rumänischen Verkehrsministerium die Koordinationsrolle für den Themenbereich Donauschifffahrt übertragen bekommen. Ziel ist es, damit die Donauschifffahrt attraktiver zu machen und somit der österreichischen Industrie und Wirtschaft einen leistungsfähigen und umweltfreundlichen Verkehrsweg Richtung Südosteuropa bereitzustellen“, erläuterte dazu Hans-Peter Hasenbichler.
Wien, 28.Juni 2012
Rückfragen:
Bettina Pepek
Tel: 504321 – 1400 | 0664 808 42 1400
E-Mail: bettina.pepek via-donau.org
Foto: Christian Houdek/via donau
Weiterführende Detailinformationen:
Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg: Mehr Wasser für die Donauauen und die Schifffahrt
Ziel des Pilotprojektes ist es, die flussbaulichen Maßnahmen zu testen, die zur nachhaltigen Sicherung des Nationalparks und der Entwicklung der Binnenschifffahrt beitragen sollen. Vorgesehene Maßnahmen in der Projektstrecke sind Uferrückbau und Uferabsenkung, die Anbindung des langsam trocken fallenden Johler-Nebenarmes sowie die Optimierung der Niederwasserregulierung. Die Zugabe von etwas gröberem Donaukies soll die Stromsohle vor einer weiteren Eintiefung schützen.
„Die Vorbereitungsarbeiten sind abgeschlossen, die Durchführung der Arbeiten ist abhängig vom Wasserstand. Sobald der Strom es ermöglicht, starten wir mit den Flussbauarbeiten am Ufer. Wir sind zuversichtlich, dass wir bereits im Laufe dieses Jahres die ersten Ergebnisse sehen werden,“ kommentierte Hans-Peter Hasenbichler den aktuellen Projektstatus.
Projektübersicht
Auftraggeber: via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Standort: Nahe Bad Deutsch-Altenburg, Donau Stromkilometer 1887,5 bis 1884,5
Projektdauer: ca. 3 Jahre
Baukosten: ca. 14 Mio. Euro (exkl. MwSt.), davon rund 50 % EU-Förderung
Europas modernste Wasserstraßen- gesellschaft – Aufgaben, Ziele und Projekte
Alles über Transporte auf der Donau sowie Daten und Fakten zur Wasserstraße
Die Service- und Informationsseiten für alle Schifffahrts- treibenden auf der Donau
Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien
Realisierung eines nachhaltigen Hochwasserschutzes an der March.
Danube Ports Online
via donau Blaue Seiten Online