Stark besuchte Fachtagung "Donau - Neue Logistikchancen für die Wirtschaft" im Haus der Wirtschaft
Wien (PWK359) - Die Erweiterung der Europäischen Union lässt die Belastbarkeit des bestehenden Straßen- und Schienennetzes speziell in der Ost-West-Richtung rasch an seine Grenzen stoßen. "Diese Entwicklung im Donaukorridor verlangt nach einer stärkeren Nutzung anderer Transportwege. Die Wasserstraße Donau bietet sich hier als alternativer Verkehrsträger besonders an", erklärte die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Renate Römer, Donnerstag Vormittag zur Eröffnung der Tagung "Donau - Neue Logistikchancen für die Wirtschaft" im Haus der Wirtschaft.
Namhafte Experten aus Politik und Wirtschaft diskutieren dabei die Frage, wie das verkehrspolitische Ziel, den Verkehrsträger Schifffahrt attraktiver und die Wasserstraße Donau zu einer wettbewerbsfähigen Alternative zu machen, am besten erreicht werden kann. Ein Schwerpunkt der von der Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik der WKÖ ausgerichteten Veranstaltung ist das Referat von Verkehrs-Staatssekretär Helmut Kukacka, der am Nachmittag über die "Maßnahmen der Bundesregierung zur Förderung der Binnenschifffahrt" sprechen wird.
Die WKÖ-Vizepräsidentin verwies auf die besondere Dynamik des Außenhandels mit den neuen EU-Nachbarn und Mitgliedsstaaten. Vor allem die Entwicklung des Handels mit den Donauanrainerstaaten sticht hier hervor. Der Handelsverkehr mit der Slowakei wuchs beispielsweise um 30 Prozent, jener mit Rumänien und Bulgarien um 25 Prozent. Dazu kommt die wachsende Bedeutung Österreichs als Direktinvestor in diesen Ländern. "Der rasante Aufschwung der Beziehungen mit den neuen und zukünftigen EU-Partnern ist unübersehbar. Das erfreuliche Wirtschaftswachstum bringt natürlich ein kräftiges Verkehrswachstum mit sich. Es führt deshalb kein Weg an der intensiveren Nutzung der Wasserstraße Donau vorbei", betonte Römer.
Österreich stehe vor der großen Herausforderung, die Güterströme ökonomisch und ökologisch optimal zu verteilen. Die Donau als "innovativer Transportweg" biete die Möglichkeit, große Gütermengen auf umweltverträgliche Art und Weise zu bewältigen."Wenn wir die Chancen nützen, können wir entscheidend zur Lösung derVerkehrsprobleme beitragen und damit letztlich auch die Abwanderung von Betrieben verhindern", sagte die Rednerin.
Neben Staatssekretär Kukacka nehmen eine Reihe weiterer Fachleute zum Tagungsthema Stellung, darunter Ralph Gallob (Industrie Logistik Linz), Karl Meyer (Kühne & Nagel), Rudolf Hye (DTSG) und Manfred Seitz (via donau). Gallob stellte anschaulich die Möglichkeiten dar, mit "Supply Chains" die Logistikkosten zu senken, Meyer präsentierte innovative Logistikkonzepte (flexible Rohstoffzulieferung mit dem Binnenschiff), Hye berichtete über Effizienzsteigerung durch Schifffahrtsinformationssysteme und Seitz erläuterte die neuen Aufgaben der Österreichischen Wasserstraßen-Gesellschaft via donau sowie die neue Struktur der Wasserstraßenverwaltung. Moderiert wirddie Tagung von der Leiterin der Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik in der WKÖ, Veronika Kessler. (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Verkehrs- und Infrastrukturpolitik
Tel.: (++43) 0590 900-4020
veronika.kessler@wko.at
wko.at/Presse
Redaktion: WKÖ
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