Staatssekretär Kukacka trifft serbische Amtskollegin Ivana Tomic in Wien
Wien (OTS) - Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka traf am Montag zu einem bilateralen Arbeitsgespräch mit seiner serbischen Amtskollegin Ivana Tomic in Wien zusammen. Im Zentrum der Gespräche stand vor allem eine engere Kooperation im Bereich der Binnenschifffahrt. Nach der Wiedererrichtung der Donau-Brücke bei Novi Sad, die im April 1999 durch Nato-Bomben zerstörten worden war, werde im September endlich eine große Engstelle für die Binnenschifffahrt beseitigt, betonte Kukacka. Die behelfsmäßige Pontonbrücke war nur dreimal die Woche für die Schifffahrt geöffnet worden, werde aber im September endgültig beseitigt. Österreich strebe mit Serbien vor allem eine engere Zusammenarbeit bei der Errichtung von Schifffahrtsinformationssystemen (RIS - River Information Services) an und prüfe einer Minderheitsbeteiligung der via donau an eine serbische RIS-Betreibertochter PLOVPUT (Serbische Wasserstraßengesellschaft). ****
Jahrelang war der gesamte Schiffsverkehr auf der Donau durch die zerstörte Brücke unterbrochen, erinnerte Kukacka. Ende 2001 hatte die Europäische Union die Trümmer räumen lassen und die Schifffahrt wieder eingeschränkt ermöglicht. Das größte Hindernis stellte aber nach wie vor die Pontonbrücke dar, die anstelle des zerstörten Donauübergangs als Behelf aufgestellt worden war. Ende Juli 2002 schließlich wurde der Vertrag zum Wiederaufbau der Brücke unterzeichnet. Die Europäische Bank für Wiederaufbau stellte einen Kredit von 34 Millionen Euro bereit. September 2005 werde die Brücke voraussichtlich offiziell eröffnet werden.
Der Zusammenarbeit mit Serbien komme dabei eine ganz besondere Bedeutung zu, denn durch die strategische Lage an der Donau, sei Serbien ein interessanter Zukunftsmarkt für die österreichische Wirtschaft und für die Binnenschifffahrt, betonte Kukacka. Der Staatssekretär erinnerte in diesem Zusammenhang an das bereits bestehende Infrastruktur-Kooperationsabkommen zwischen Österreich und Serbien, innerhalb welcher auch eine Arbeitsgruppe Donauschifffahrt installiert wurde. Mitte Juni sei die erste konstituierende Sitzung dieser Arbeitsgruppe geplant.
Österreich sei mit Serbien ebenso übereingekommen, die bestehende Kooperation der via donau mit dem serbischen "Danube Project Centre Belgrade" (DPC), einem der via donau ähnlichen Organisation zur Forcierung der Donauschifffahrt, zu verstärken und den bestehenden Kooperationsvertrag mit der via donau zu erweitern. Auch bei der geplanten Modernisierung der serbischen Wasserstraßenverwaltung und beim Aufbau eines modernen Schifffahrtsrechts werde Österreich sein know-how zur Verfügung stellen. Weiteres Thema der Gespräche war auch die Entwicklung eines Güterschiff - Liniendienstes auf der Donau, zwischen den österreichischen Häfen und dem Großraum Belgrad und die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Häfen zu intermodalen Drehscheiben.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62 8803
christian.dolezal@bmvit.gv.at
Mag. Eva Michlits
via donau –Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Tel. +43 (01) 595 48 96 40
eva.michlits@via-donau.org
Redaktion: bmvit
Quelle: OTS
Europas modernste Wasserstraßen- gesellschaft – Aufgaben, Ziele und Projekte
Alles über Transporte auf der Donau sowie Daten und Fakten zur Wasserstraße
Die Service- und Informationsseiten für alle Schifffahrts- treibenden auf der Donau
Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien
Danube Ports Online