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25.01.2006

STS Kukacka: Konferenz zu „Meeresautobahnen" in Ljubljana

Pressemeldungen Pressemeldungen, Donauschifffahrt

Kurzstreckenseeverkehr entlang der europäischen Küsten in Verbindung mit der Binnenschifffahrt ermöglicht umweltfreundlichere Logistikketten

Anlässlich einer EU-Konferenz zu „Motorways of the Sea" im slowenischen Ljubljana hob Staatssekretär Kukacka die Bedeutung der Schifffahrt als umweltfreundlichen Verkehrsträger hervor, der die europäischen Straßen vom Güterverkehr entlasten soll. „Gegenwärtig werden mehr als 90 Prozent des interkontinentalen Handels und etwa 40 Prozent des innereuropäischen Warenverkehrs über das Meer abgewickelt. Für uns ist es aber auch wichtig, dass der Transport von und zu den Seehäfen über die innereuropäischen Wasserstraßen führt ", sagte Kukacka auf der Konferenz.

Die Güterströme sollen auf bestimmte Meeresstrecken mit regelmäßigen Hochleistungsfährverbindungen, so genannten Meeresautobahnen, konzentriert werden. Dadurch könnten die Beförderungsdauer verkürzt und Transportkosten gesenkt werden, was seegestützte Logistikketten attraktiver machen würde. Für den europäischen Hinterlandverkehr von Seecontainern zu und von den Seehäfen, stellt die Binnenschifffahrt ein wichtiges Bindeglied in einer umweltfreundlichen Haus-zu-Haus Logistikkette dar. „Es geht uns um mehr Effizienz, aber auch um die Entlastung der Straße. Bis zum Jahr 2015 wird allein für den Straßengüterverkehr ein Zuwachs von 60 Prozent prognostiziert . Damit ist klar: Wir müssen die Lasten auf alle Verkehrsträger verteilen. Der sichere und umweltfreundliche Wasserweg bietet für die verladende Wirtschaft eine echte Alternative", so Kukacka.

Die Stärkung des Transports auf dem Wasserweg und mittels Binnenschifffahrt werde daher von Österreich auch während der EU-Präsidentschaft als verkehrspolitisches Schwerpunktthema verfolgt. „Wir halten dazu unter anderem eine Binnenschifffahrtskonferenz in Wien (13.-15. Februar) ab, um mit allen Mitgliedsstaaten, Kandidatenländern und Donauanrainerstaaten die Möglichkeiten der Förderung der Binnenschifffahrt zu diskutieren. In der Binnenschifffahrt steckt noch viel Potential das genützt werden muss, um vor allem die Straßen zu entlasten. Wenn man sich vorstellt, dass ein Schubverband (darunter versteht man ein Motorschiff, das vier Güterschiffe schiebt) in der Binnenschifffahrt das Ladevolumen von 148 LKWs hat, so hilft uns jeder zusätzliche Schubverband, LKWs in der Länge von 10 km von der Straße zu bringen.

Um die Idee einer umweltfreundlichen Haus-zu-Haus Logistikkette, die vor allem auf Binnenschifffahrt und Kurzstreckenseeverkehr zurückgreift, bedürfe es jetzt vor allem eines gut funktionierenden Zusammenspiels aller beteiligten Akteure. VEs müssen von Beginn an alle Marktteilnehmer wie Reedereien, Verlader, Häfen, Logistikunternehmen und Verkehrsunternehmen eingebunden sein. Sie müssen Chancen für Veränderungen erkennen und nutzen und den Prozess von vornherein aktiv gestalten", sagte der Staatssekretär.

Dieser Prozess wird auf europäischer Ebene auch von der österreichischen Ratspräsidentschaft forciert werden. Dabei spielt für Österreich auch die VVerkehrsader Donau" eine wichtige Rolle. „Mit unserer Binnenschifffahrtskonferenz, bei der alle Marktteilnehmer dieses Thema diskutieren werden, wollen wir das Thema Binnenschifffahrt nachhaltig auf die Agenda der europäischen Verkehrspolitik bringen und so in Zukunft in Verbindung mit dem Kurzstreckenseeverkehr eine umweltfreundliche Alternative zum Straßengüterverkehr liefern", schloss Kukacka.


Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Walter Gröblinger
Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

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