Die Kosten-Nutzen-Analyse des Nationalen Aktionsplans Donauschifffahrt (NAP) ergab, dass durch gezielte Förderung der Donauschifffahrt jährlich rund 5 Mio. Tonnen Güter von der Straße auf die Wasserstraße verlagert werden können. Dies entspricht mindestens 500.000 LKW und einer jährlichen Reduktion von ca. 100.000 Tonnen CO2. auf österreichischem Gebiet, insgesamt sogar von 400.000 t. Bei Umsetzung des NAP betragen die Gesamtersparnisse an externen Kosten durch Verlagerungseffekte von der Straße bzw. der Schiene auf das Binnenschiff jährlich mindestens 13 Mio. €.
via donau Geschäftsführer Manfred Seitz: „Die prognostizierte Zunahme des Verkehrs und der damit verbundene dramatische Anstieg der CO2-Emissionen macht es unerlässlich, die Donauschifffahrt zu forcieren. Ich freue mich, dass angesichts der aktuellen Klimadiskussion das Potenzial der Donauschifffahrt auch in der breiten Öffentlichkeit anerkannt wird. via donau arbeitet seit ihrem Bestehen daran, die technischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen der Schifffahrt zu verbessern und so mehr Gütertransporte auf die Donau zu verlagern.“
Die Donauschifffahrt bietet im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern wesentlich größere Transportkapazitäten pro Transporteinheit: So entspricht ein Schubverband mit 3.700 Tonnen Ladung der Kapazität von ca. 90 Eisenbahnwaggons bzw. rund 150 LKW. Auch bei den externen Kosten liegt das Binnenschiff klar vor allen anderen Verkehrsträgern. Es verursacht im Vergleich zum LKW weniger als ein Drittel an Unfall-, Lärm-, Schadstoff -und Klimakosten.
Verdoppelung der Transporte ohne zusätzliche Umweltbelastung
Ziel der österreichischen Verkehrspolitik ist eine Verdoppelung der aktuell auf der österreichischen Donau transportierten 12 Millionen Tonnen Güter auf 25 bis 29 Millionen Tonnen bis zum Jahre 2015. Mit der Aufnahme des Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt in das Regierungsprogramm hat Österreich ein deutliches Bekenntnis zur Binnenschifffahrt abgelegt, mit dem aktuellen Budget 2007/2008 ist nun auch die Umsetzung der prioritären Maßnahmen finanziell gesichert.
Im Infrastrukturbereich wird das Flussbauliche Gesamtprojekt auf der Donau östlich von Wien realisiert. Dieses Projekt schafft einerseits gesicherte Fahrwasserverhältnisse im betroffenen Streckenabschnitt und sichert andererseits den Nationalpark Donauauen langfristig in seiner ökologischen Funktionsfähigkeit. Damit wird erstmals eine Win-Win Situation für Wirtschaft und Umwelt realisiert.
Im Rahmen des NAP werden auch Aktivitäten gesetzt, um die hohe Umweltverträglichkeit der Schifffahrt zu halten bzw. noch zu steigern. Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen im Bereich von emissionsarmen Schiffsmotoren, der Einsatz moderner Telematikanwendungen zur Senkung des Treibstoffverbrauchs und zur weiteren Erhöhung der Sicherheit sowie Fördermöglichkeiten für innovative und umweltfreundliche Schiffsneubauten sind Teil des Maßnahmenplans.
Kontakt
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Mag. Eva Michlits
1220 Wien, Donau-City-Straße 1
Tel: 050 4321 1400
» presse via-donau.org
» www.via-donau.org
Wien, 14. März 2007
Europas modernste Wasserstraßen- gesellschaft – Aufgaben, Ziele und Projekte
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Die Service- und Informationsseiten für alle Schifffahrts- treibenden auf der Donau
Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien
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