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07.09.2007

Wasserstraße Donau in den letzten 11 Jahren zu 98,5% schiffbar – Sperren an nur durchschnittlich 5,5 Tagen pro Jahr

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Der österreichische Abschnitt der Wasserstraße Donau wurde hinsichtlich seiner Verfügbarkeit für die gewerbsmäßige Güterschifffahrt von via donau untersucht. Hierzu wurden die Fahrwasserverhältnisse für die Periode 1996 bis 2006 statistisch ausgewertet und die Zeiträume von Schifffahrtssperren aufgrund von Eisbildung und Hochwasser eruiert.

So war die Schifffahrt in den letzten 11 Jahren insgesamt nur an 61 Tagen eingestellt. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Nicht-Verfügbarkeit der Wasserstraße Donau von nur 5,5 Tagen bzw. 1,5%.

In 11 Jahren nur 2 Eisbildungen und 18 Tage Hochwasser

Die Gründe für die Schifffahrtsperren waren an 43 Tagen Eisbildung, an 18 Tagen Hochwasser. Bemerkenswert dabei ist, dass es im Zeitraum 1996 bis 2006 nur zwei Schifffahrtssperren aufgrund von Eisbildung gab: im Januar 1997 (25 Tage Sperre) und Januar/Februar 2006 (18 Tage). Aufgrund von Hochwasser wurde die Schifffahrt mehrmals, jedoch jeweils wesentlich kürzer eingestellt. Die wesentlichen Ereignisse waren die Hochwasser im August 2002, im Juli/August 2005 und im April 2006. Trotz dieser Ereignisse beträgt die Verfügbarkeit der Donau im Schnitt rund 360 Tage pro Jahr.

Neben Eisbildung bzw. Hochwasser sind vor allem auch Perioden mit Niederwasser der Grund für eine eingeschränkte Nutzbarkeit der Wasserstraße Donau. So können z.B. bei extrem niederen Pegelständen Güterschiffe teilweise nur zu 25% beladen werden, was zu einem merklichen Anstieg der Transportkosten führt. Eine statistische Auswertung der Pegelstände des Referenzpegels Wildungsmauer östlich von Wien im Zeitraum 1996-2006 ergibt ein durchaus unterschiedliches Bild: So gab es in den vier Jahren 1999-2002 sehr gute Fahrwasserverhältnisse für die Schifffahrt, wogegen insbesondere im Jahr 2003 mit einer ungewöhnlich langen Niederwasserperiode von August bis November sehr schwierige Bedingungen für die Güterschifffahrt herrschten. Auch die Jahre 2005 und 2006 waren im jeweils letzten Quartal von einer Niederwasserperiode geprägt, welche zu einer reduzierten Abladetiefe der Schiffe führte und so die Attraktivität des Verkehrsträgers Binnenschiff für die verladende Wirtschaft beeinträchtigte. Über den langjährigen Beobachtungszeitraum sind Jahre mit extremen Niederwasserperioden jedoch selten, dennoch müssen gerade auch für diese Fälle zukünftig stabilere Fahrwasserverhältnisse gewährleistet werden.

Schifffahrt künftig noch zuverlässiger

Die Hauptsäule des Nationalen Aktionsplanes Donauschifffahrt (NAP) ist die Verbesserung der Wasserstraßeninfrastruktur. Durch die Umsetzung des „Flussbaulichen Gesamtprojektes östlich von Wien“ lassen sich bessere und stabilere Fahrwasserverhältnisse bei Niederwasser garantieren. Weitere wichtige Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur betreffen die Optimierung der laufenden Instandhaltungsarbeiten der Schifffahrtsrinne wie auch die Minimierung der Schleusenrevisionszeiten durch die Verbund – Austrian Hydro Power AG (AHP).

Quelle: via donau



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