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08.05.2008

Österreichische Schifffahrtsprojekte beispielgebend für Europa

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Karla Peijs, EU-Koordinatorin für Wasserstraßenprojekte, auf Einladung von STS Kranzl zu Besuch bei via donau

Mit dem Nationalen Aktionsplan Donauschifffahrt (NAP) verfügt Österreich über ein umfassendes Instrument zur Umsetzung schifffahrtspolitischer Maßnahmen bis zum Jahr 2015. Österreich nimmt damit eine Vorreiterrolle in der europäischen Schifffahrtspolitik ein. Die wichtigsten Projekte des NAP– die Implementierung des Schifffahrtsinformationssystems DoRIS und das Flussbauliche Gesamtprojekt östlich von Wien – konnten seit Bestehen des NAP unter der Leitung von bmvit und via donau maßgeblich vorangetrieben werden. Das NAP- Forum am 8. Mai zog erstmals Bilanz über die Projektfortschritte des Gesamtvorhabens. In der ersten Phase des NAP konnten bereits in allen zehn Maßnahmenbereichen Projekte gestartet bzw. realisiert werden.

Binnenschifffahrts-Informationsdienste (RIS) eingeführt
Bereits 2006 wurde auf der österreichischen Donau das Schifffahrtsinformations- und Managementsystem DoRIS (Donau River Information Services) mit den ersten Services für Schifffahrt und Behörden in Betrieb genommen. Mithilfe von europäischen Fördermitteln konnten bis Ende 2007 bereits 380 Schiffe mit AIS-Transpondern ausgestattet und in das System eingebunden werden. Im Rahmen des EU-Projektes IRIS Europe wird derzeit unter der Federführung von via donau und der Obersten Schifffahrtsbehörde die Implementierung von RIS in den weiteren Donaustaaten nach einheitlichen Standards vorangetrieben. Diese Harmonisierung soll bis 2010 abgeschlossen sein.  

Verbesserte Infrastruktur durch das Flussbauliche Gesamtprojekt östlich von Wien
Große Fortschritte konnten bei der Beseitigung des nautischen Engpasses östlich von Wien erzielt werden. Aktuell wird die Umweltverträglichkeitsprüfung zum Flussbaulichen Gesamtprojekt östlich von Wien durchgeführt. Die UVP wird voraussichtlich Anfang 2009 abgeschlossen, danach kann die bauliche Umsetzung starten. Parallel hierzu laufen Modellversuche und ein Pilotprojekt, in dem die Wirkung von ökologisch optimierten Baumaßnahmen erprobt wird. 2007 konnte auch die Finanzierung des FGP bis zum Jahr 2015 sichergestellt und eine ca. 15% Kofinanzierung der Europäischen Union erreicht werden.  

Österreich unterstützt internationale Entwicklung der Donauschifffahrt
Auch international findet das in Österreich durchgeführte Flussbauliche Gesamtprojekt Anerkennung: Basierend auf den Planungsgrundsätzen des Projekts wurde unter Führung der internationalen Donauschutzkommission (IKSD) und der Flusskommissionen im Jahr 2007 eine gemeinsame Erklärung mit den Donauanrainerstaaten unterzeichnet, die Leitlinien und Grundsätze für zukünftige Wasserstraßenprojekte auf der Donau vorgibt. Dr. Karla Peijs hat in ihrer Funktion als europäische Koordinatorin für TEN-T Wasserstraßen-Infrastrukturprojekte diesen Prozess maßgeblich mitgestaltet.  

Österreich unterstützt ausdrücklich alle Maßnahmen zur Stärkung der Wasserstraßen-infrastruktur und zur Festlegung von international gültigen Standards. Der im Zuge des Ybbser Donausymposiums 2007 begonnene Dialog wird in diesem Sinne im Rahmen von bilateralen Gesprächen zwischen STS Kranzl und Dr. Peijs fortgesetzt.    

Kontakt
via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH
Mag. Sabine Fischer
1220 Wien, Donau-City-Straße 1
Tel: +43 (0)5 04321 1406
» presse   via-donau.org  
» www.via-donau.org       

BMVIT - Staatssekretärin Christa Kranzl  
Alexander Lutz  
Pressesprecher  
Tel: + 43 (0) 1  711 62 65 - 8805  
Mail: » alexander.lutz   bmvit.gv.at   
» www.bmvit.gv.at  



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