Die March-Thaya-Auen sind neben dem Gebiet Neusiedler See/Seewinkel der artenreichste Landschaftsraum Österreichs. Viele Pflanzen und Tiere, die an der March vorkommen, gibt es nirgends sonst in Österreich. Allerdings sind viele der naturkundlichen Besonderheiten der March heute gefährdet.
Deshalb sind jetzt umfassende Maßnahmen nötig, um die Vielfalt in den March-Thaya-Auen langfristig zu erhalten. Bereits im Juni 2007 wurde den Anrainergemeinden der March der sogenannte „Bilaterale Maßnahmenplan“ präsentiert, in dem Handlungen zur Verbesserung des ökologischen Zustandes der March und der Aulandschaft erarbeitet worden waren. Auf dieser Basis sollen von der Mündung der March in die Donau bis zur Weidenbachmündung Renaturierungsmaßnahmen gesetzt werden.
Mit dem von der EU geförderten Projekt LIFE+ – Renaturierung Untere March-Auen setzt die via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH als Projektleiterin im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie gemeinsam mit den Partnern WWF Österreich und dem Niederösterreichischen Landesfischereiverein Maßnahmen an der Unteren March und im angrenzenden Vorland um.
Bundesministerin Doris Bures, die via donau mit der Umsetzung verschiedener Renaturierungsmaßnahmen beauftragte, betont, dass „wir damit den Ansprüchen des Hochwasserschutzes genauso gerecht werden wie den Ansprüchen der Ökologie“. Außerdem leiste man einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Verbesserungsgebots der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Durch die Wasserbaumaßnahmen sollen mehrere Nebenarm- und Inselsysteme entstehen. Dadurch profitieren besonders geschützte Fischarten wie etwa der Schlammpeitzger. „Die Auflockerung der regulierten March durch die Errichtung einer Insellandschaft bringt den Fluss ein Stück zurück an seinen ursprünglichen Zustand und verbessert diesen Lebensraum für viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten“, erläutert DI Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer der via donau.
Maßgeblich unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Land Niederösterreich. Für Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf ist das Projekt ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der EU-LIFEProjekte in Niederösterreich: „In den letzten 15 Jahren konnten wir in Niederösterreich im Rahmen von LIFE-Projekten rd. € 40 Mio. in den Gewässerschutz investieren. Mit dem aktuellen Projekt tragen wir maßgeblich zum Schutz dieses einzigartigen Lebensraums bei.“
Die Maßnahmen im Vorland betreffen neben speziellen Artenschutzmaßnahmen die Sicherung und Wiederherstellung der für die Region typischen Feuchtwiesen. Eine wichtige Aufgabe des Projekts ist daher die Pflege und Erhaltung dieser Wiesenflächen.
„Wir freuen uns, dass durch dieses ambitionierte Projekt wieder ein Stück Wildnis an die March zurückkehrt", begrüßt WWF-Geschäftsführerin Dr. Hildegard Aichberger die Renaturierungen. „Von der Wiederherstellung einer naturnahen Flussdynamik durch die Anbindung von Seitenarmen bzw. den Rückbau der harten Uferverbauung, werden Flussregenpfeifer, Uferschwalbe & Co profitieren und bald wieder den neu entstandenen Lebensraum besiedeln“, hofft Aichberger.
Das Projekt soll gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, dem WWF Österreich und dem Niederösterreichischen Landesfischereiverband abgewickelt werden, wobei via donau die Projektkoordination betreibt. Einreichtermin für das Projekt im Rahmen des Programmes Life+ ist im Herbst 2010. Bei positiver Bewertung startet das Projekt im September 2011 mit einer Projektlaufzeit bis 2017.
Kontakt Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie:
Pressesprecherin Bundesministerin Doris Bures
Susanna Enk
» Susanna.Enk bmvit.gv.at, » www.bmvit.gv.at
Kontakt Niederösterreichische Landesregierung:
Pressesprecher Dr. Stephan Pernkopf
Klaus Luif
Tel: 02742/9005-12700
» klaus.luif noe.gv.at, » www.noe.gv.at
Kontakt WWF:
WWF Österreich
MMag. Franko Petri
Tel: 01/48817-231
» franko.petri wwf.at, » www.wwf.at
Kontakt via donau– Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH:
Leiterin Unternehmenskommunikation
Mag. Eva Michlits
Tel: 05 04321-1400
» presse via-donau.org, » www.via-donau.org
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