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Maßnahmengrafik


Die Ziele des FGP können aufgrund einer bislang für ein Projekt dieser Dimension einzigartigen interdisziplinären Projektplanung gleichzeitig, ohne Errichtung einer Staustufe und ohne den Hochwasserschutz zu beeinträchtigen, erreicht werden. Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die Ziele und Maßnahmen dargestellt:

  • Sohlstabilität - Verhinderung der fortschreitenden Eintiefung der Donausohle und damit Stabilisierung der sinkenden Oberflächen- und Grundwasserspiegel

    Maßnahme: Der starken Sohlerosion der letzten Jahrzehnte kann durch die „Granulometrische Sohlverbesserung“ (GSV) nachhaltig entgegengewirkt werden. Geplant ist die gezielte Zugabe von Grobkies mit einem Korndurchmesser von ca. 40/70 mm in strömungsexponierten Bereichen der Stromsohle zur Reduktion des laufenden Geschiebeaustrages und damit der Eintiefungsraten der Donausohle. Die Belagstärke und die genaue Körnung sind das Ergebnis einer Optimierungsaufgabe, wobei ökologische und nautische Vorgaben zu berücksichtigen waren bzw. sind.

  • Aufrechterhaltung bzw. nachhaltige Verbesserung der ökologischen Verhältnisse im Nationalpark Donau-Auen

    Maßnahmen: Die nachhaltige Sicherung der für den Nationalpark Donau-Auen typischen Fauna und Flora kann durch Maßnahmen zur Renaturierung erreicht werden. Der weit reichende Rückbau der bestehenden harten Uferverbauungen wird es der Donau ermöglichen, auf über 30 km Länge im Bereich der Gleitufer wieder natürliche Ufer auszubilden. Die Wiederanbindung von fünf abgeschnittenen Nebenarmsystemen und die Optimierung zwei bereits bestehender Gewässervernetzungen soll eine nahezu ganzjährige Durchströmung von über 34 km Nebengewässer ermöglichen. Zusätzlich werden an über 13 km hinter Schotterinseln geschützte Tiefenrinnen im Uferbereich geschaffen – sogenannte „Hinterrinner“. Uferrückbau und Gewässervernetzung tragen auch zum Hochwasserschutz bei, denn eine Rahmenbedingung des Vorhabens ist es, den Hochwasserschutz für die angrenzenden Gemeinden nicht zu beeinträchtigen.



Integrative Planung ermöglicht Win-Win Lösungen für Schifffahrt und Ökologie

  • Nachhaltige Verbesserung der Fahrwasserbedingungen für die Schifffahrt speziell unter Niederwasserbedingungen

    Maßnahme: Dies wird vor allem durch die Neugestaltung der Niederwasserregulierung, d.h. durch Stromsohlenanpassungen und die Adaptierung der Regulierungsbauwerke (Buhnen und Leitwerke) erreicht. Buhnen sind aus Wasserbausteinen quer zur Strömungsrichtung geschüttete Bauwerke, die den Wasserspiegel anheben. Ihre Ausformung, Abstände und Höhe wurden nach ökologischen und nautischen Gesichtspunkten optimiert. Durch die aufeinander abgestimmte Neuanordnung der Buhnen können im Stromabschnitt etwa ein Drittel der Buhnenlängen entfernt werden, wodurch der Verbauungsgrad deutlich abnimmt.



Buhnenoptimierung am Beispiel des Pilotprojekts Witzelsdorf:

Uferrückbau am Beispiel des von der EU ausgezeichneten LIFE Natur Projekts bei Thurnhaufen, der durch das Pilotprojekt Bad Deutsch-Altenburg durch weitere Maßnahmen ergänzt wird.

Alte Buhne, rechtwinkelig zum Ufer, durch die Sohleintiefung ragt sie zu hoch aus dem Wasser
Neue, niedrigere und in Strömungsrichtung geneigte Buhne mit Hinterrinner in Ufernähe.


Sowohl durch die Granulometrische Sohlverbesserung als auch durch die Niederwasserregulierung wird der Niederwasserspiegel der Donau angehoben und so der Entkoppelung zwischen Fluss und Au entgegengewirkt, bzw. wird dadurch die Sohleintiefung der letzten Jahre kompensiert.

Das „Flussbauliche Gesamtprojekt Donau östlich von Wien“ stellt einen wichtigen Schritt für die umwelt- und sozialverträgliche Bewältigung des steigenden Verkehrsaufkommens im Donaukorridor dar und kann aufgrund seines umfassenden interdisziplinären Projektansatzes als Vorbild für die Beseitigung vergleichbarer Schwachstellen entlang der Donau dienen.


Mit Blockwurf befestigtes Ufer vor den Baumaßnahmen
Bereits kurz nach dem Rückbau entwickelte sich ein natürliches Donauufer



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Realisierung eines nachhaltigen Hochwasserschutzes an der March.

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